A

    Abwetter

    Als Abwetter bezeichnet der Bergmann die aus der Grube abzuführende „verbrauchte“ Luft.

    Abteufen

    oder Teufen  bezeichnet man die Herstellung von senkrechten Schächten zur Erschließung von Lagerstätten. Beim manuellen Abteufen erfolgt das Abteufen mittels Handwerkzeugen. Gegraben wird mit Spaten oder Schaufel. Allerdings lassen sich so nur weiche Schichten bearbeiten. Das anfallende Erdreich wird mittels Eimern aus dem Schacht gefördert. Wenn es aufgrund der Gebirgsfestigkeit notwendig wird, werden die Keilhaue und die Kratze benutzt.

    Allgemeine Anzeiger der Deutschen

    Der „Allgemeine Anzeiger der Deutschen“ (Untertitel: der öffentlichen Unterhaltung über gemeinnützige Gegenstände aller Art gewidmet, zugleich allgemeines Intelligenz-Blatt zum Behuf der Justiz, der Polizey und der bürgerlichen Gewerbe), eine von 1806 bis 1829 in Gotha erscheinende Tageszeitung und Intelligenzblatt.

H

    Häfner

    oder Hafner übten einen wichtigen und weit verbreiteten Beruf im Mittelalter aus. Sie stellten Geschirr (Topf = Hafen) und sonstige Waren  des täglichen Gebrauchs (Backformen, Pfannen, Töpfe, Nachtgeschirr…) aus Ton her. Später (vermutlich ab dem 8. oder 9. Jahrhundert) formten die Hafner auch Ofenkacheln.

    in Breitscheid gibt es ein Häfnermuseum

    Halle

    Die Halle ist bey denen Bergwercken der Platz aussen am Berg, wohin der aus der Grube geförderte Berg, das ist, Schutt und wildes Gestein geschaffet wird.

    Hora

    lat. Stunde

L

    Lachter

    Das (auch der oder die) Lachter (auch: Berglachter) war ein im Bergbau übliches Längenmaß, mit dem meist Teufen, der Stollenvortrieb und die Größe von Grubenfeldern, auch Gedinge bestimmt wurden. In den meisten deutschsprachigen Bergrevieren war es das wichtigste Längenmaß. Ein Lachter entspricht in etwa dem Maß, welches ein Mann mit ausgestreckten Armen umfassen konnte. Damit war es in der Regel etwas größer als das Klafter (ca. 1,8 m).

    Das Lachter wurde eingeteilt in die Einheiten:
    • Achtel (auch Spann, Gräpel oder Gröbel genannt)
    • (Lachter-) Zoll, Primen (auch Prinen genannt)
    • (Lachter-) Sekunden
    1 Lachter = 8 Spann = 80 Zoll = 800 Primen = 8000 Sekunden
    Im 19. Jahrhundert setzte sich die Einteilung nach dem Dezimalsystem durch:
    1 Lachter = 10 Lachterfuß = 100 Lachterzoll = 1000 Lachterlinien
    1□ Ltr. ist = 4,3764641□ Meter
    Laufkarren

    Die Laufkarre, auch Laufkarren, ist eine Besonderheit der Schubkarre die im Bergbau zur Streckenförderung eingesetzt wurde. Der Arbeiter, der die Laufkarre zu schieben hatte, wurde als Karrenläufer bezeichnet.

    Letten

    Der Letten (auch „Lett“ oder „Lätt“) ist ein oft schluffiger bis sandiger Ton mit geringer Beimengung von Kalk. Das Sediment ist von grauer Farbe, andere Färbungen sind jedoch möglich. Das Wort ist eine Bezeichnung für schwach verfestigte Schiefertone aus dem späten Paläozoikum und dem Mesozoikum, für die entsprechenden Lockergesteine aus dem Känozoikum wird seine Verwendung nicht empfohlen. Füllt der Letten einen Kluftraum aus, wird er „Kluftletten“ genannt. Dünne Beläge auf Kluftflächen heißen „Lettenbestege“. „Letten“ stammt aus der Umgangssprache und hat in Süddeutschland die Bedeutung „unbrauchbares Gestein“, zumeist handelt es sich dabei um Tone. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. lehnt die ihm 1849 angebotene Erbkaiserwürde mit der Bemerkung ab, diese sei nur „aus Dreck und Letten“ gebacken.

    Loco

    ab

    Lutten

    Als Lutte, auch Lotte oder Wetterlutte, bezeichnet man im Bergbau eine luftdichte Röhre oder einen luftdichten Kasten, der zur Bewetterung der Grubenbaue dient.

P

    Pariser Fuss

    Längenmaß, 1 Pariser Fuss = 0,325 m und wird eingeteilt in:12 Zoll (Pouces) à 12 Linien (Lignes) à 12 Punkt (Points)

    Poch-Werck

    Sind die Eisen- und Kupfer- Schmelz-Hütten, mit darzu gehörigen Gebäuden, Kohlen-Plätzen, (wo die Kohlen gebrannt werden, ) Kohlen - Schoppen, - (wo sie hernach verwahret werden, ) Poch – und Wasch- Wercken, Rost-Ofen c. diejenige Kupffer Erze, welche nicht schon rein, woran nemlich noch Berg oder wildes Gestein, werden erstlich in dem, durch das Wasser-Rad getriebenen Poch-Werck mit schweren Stempeln gepochet oder klein gestossen, hernach im Wasch-Werck, welches hauptsächlich in einem grossen Heerd oder abschießig gemachten Tafel-Werck bestehet, worauf sich das dahin geleitete Wasser ergiesset, reingewaschen, und von dem Berg, oder Unart, welche als der leichtere Theil sich abschlämmet, gesäubert, sodann werden sie mit denen übrigen Erz-Stücken in dem Rost-Ofen mittelst Kohlen geröstet, oder ausgebrannt, und wann solches nach Beschaffenheit dessen Güte etliche mahl wiederholet worden, endlich, nebst vielen Kohlen, in den Schmelz-Ofen gestürzet, und geschmelzet, welches denn auch wenigstens zweymahl geschiehet. Mit denen Eisen-Steinen aber werden die ersteren Umstände nicht vorgenommen, sondern solche gleich in dem grossen Hütten-Schacht oder Ofen mit einer gewaltigen Kohlen-Glut geschmelzet, und rohes Eisen davon gegossen, zu welchem Ende, so wie bey dem Kupffer-Schmelzen, die durch das Wasser-Rad berveget werdende grossen Blas-Bälge ohnaufhörlich in den Ofen hinein blasen. Sonst hat man bey denen Eisen-Hütten ebenfalls ein Poch-Werck, wor innen aber nicht die Eisen-Stein, sondern die beym Eisen - Schmelzen abgefaumte Schlacken zerpochet werden, um die mitgegangene, und darinnen stecken gebliebene Eisen - Körner zu erhalten. Diese Poch-Stempel gehen im abschiessenden Wasser, welches die zerstossenen Schlacken mit fortreißt, die Körner aber als glatt und schwerer liegen lässet.

    Puddeln

    Das Puddelverfahren (auch Flammofenfrischen genannt) war ein im 19. Jahrhundert verbreitetes Verfahren zur Umwandlung des im Hochofen hergestellten Roheisens in Schmiedeeisen. Im Puddelverfahren entstand durch Frischen eine von Schlacketeilchen durchsetzte kohlenstoffarme Luppe, die in mehreren Arbeitsgängen durch Schneiden und Schmieden weiterverarbeitet wurde. Schmiedeeisen wurde schon seit der Antike hergestellt, das Puddelverfahren nutzte dafür jedoch erstmals die günstige Steinkohle statt der wegen der Abholzung immer teureren Holzkohle. Dadurch wurde Schmiedeeisen deutlich günstiger. Das Puddelverfahren gilt daher als Schlüsseltechnologie der Industriellen Revolution, neben der Dampfmaschine, der Spinnmaschine und weiteren Erfindungen.

Q

    Quadratruthe
    In Hessen-Nassau wurde die Quadratrute als Hanauer Quadratrute bezeichnet, und es galt:1 Hanauer Quadratrute=10 Schichtschuh=100 Schichtzoll=12,741319 Quadratmeter

Z

    Zain
    Der Zain war ein Volumenmaß für Braunkohle im Herzogtum Nassau und Holzkohle im Siegerland sowie angrenzendem Sauerland, dort gelegentlich auch Tain genannt.
    1 Zain = 30 Cubicfuss á Fuss = 3 Decimeter und = 0,81 Cubicmeter
    Zentgraf

    Der Zentgraf war ein herrschaftlicher Beamter der einem Zentgericht vorsaß. Das Zentgericht ist ein mittelalterliches Gericht im südwest- und mitteldeutschen Raum. Der Name stammt von lateinisch centum „Hundert“. Ein Zentgericht, das Gericht einer Zent, ist also das Gericht einer Hundertschaft. Es entspricht in seiner Bedeutung dem norddeutschen Gogericht. Teilweise gehen die Gerichte noch auf das Fränkische Reich zurück, während andere erst während späterer Phasen des Mittelalters eingerichtet wurden.

    Das Zentgericht bildeten Schöffen (oder Dingleute) unter Vorsitz des Zentgrafen als herrschaftlichen Beamten. Für den Zentgrafen sind regional unterschiedliche Titel üblich gewesen. Wie zum norddeutschen Gogericht, so gehören auch zum südwestdeutschen Zentgericht periodische Versammlungen sämtlicher Bauern des Gerichtsbezirks.

    Möglicherweise war das Zentgericht ursprünglich nur ein Niedergericht im Gegensatz zum Hoch- oder Blutgericht des Grafen. Die Hochgerichtsbarkeit wurde im Mittelalter zunehmend auf die Zentgerichte übertragen. Sie wurden im Hochmittelalter zum Instrument der Landesherrschaft, die nicht nur juristische, sondern auch zahlreiche Verwaltungsfunktionen übernahmen. Gegen Urteile der Zentgerichte war die Appellation an ein Gericht des Grafen möglich, unter bestimmten Umständen war danach noch die Appellation an das Reichskammergericht oder den Reichshofrat möglich.

    Seit dem 15. Jahrhundert wurde die Rechtsprechung zunehmend durch Weistümer, landesherrlichen Verordnungen, bestimmt. Durch Gerichtsordnungen verlegten die Landesherren die Judikative zunehmend in die Kanzleien. Die Zentgerichte verloren schrittweise ihre Bedeutung. Zum Teil bestanden die Zentgerichte bis ins 17. Jahrhundert.

    Zentgericht

    Unter Vorsitz des zingraven als herrschaftlichem Beamten trat das Zentgericht bestehend aus den gemeinen scheffen zusammen und sprach Recht. Der Name Zin oder Zent stammt von lateinisch centum „Hundert“. Ein Zentgericht, das Gericht einer Zent, ist also das Gericht einer Hundertschaft. Der Bezirk eines Zentgerichts wird als Zent(e) oder Cent bezeichnet und umfasste meist zwischen zehn und dreißig Orte.

B

    Böse Wetter

    Böse Wetter sind giftige Wetter. Sie enthalten erhöhte Beimischungen giftiger Gase wie z. B. Kohlenmonoxid, Schwefelwasserstoff oder Stickoxide.

C

    D

      E

        F

          Firste

          früher auch Förste, ist ein Begriff aus dem Bergbau, er bezeichnet beim Untertagebau die obere Begrenzungsfläche eines söhligen (waagerechten) oder geneigten Grubenbaus, im Allgemeinen also dessen „Decke“.

        G

          Gült

          Die Gült entwickelte sich im Spätmittelalter. Der Gläubiger kaufte von einem Grundstückinhaber eine Rente, für die ausschließlich mit dem belasteten Grundstück, nicht aber mit anderweitigem Privatvermögen gehaftet wurde. In der Regel konnte eine Gült nur vom Schuldner gekündigt werden (durch Rückzahlung des ursprünglichen Kaufbetrags). Man spricht von einer sogenannten ewigen Gült. Die Gült selbst konnte aber verkauft und vererbt werden. Da dies nicht als Darlehen angesehen wurde, konnte so das kirchliche Zinsverbot umgangen werden. Beidseitige, ablösbare Gülten kamen später auch in Gebrauch, mit notwendigerweise entsprechend langen Kündigungsfristen. In Deutschland kamen sie außer Gebrauch und wurden von der Hypothek abgelöst.

          Göpel

          früher auch Göpelkunst, wird eine Kraftmaschine bezeichnet, die durch Muskelkraft (Mensch, Tier), Wasserkraft, Windkraft oder Dampfkraft angetrieben wird. Das Gebäude, in dem der Göpel untergebracht ist, heißt Göpelhaus, Göpelkaue, oder auch Treibekaue. Göpel kamen in Mitteleuropa seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert vor allem im historischen Bergbau als Förderanlage zum Einsatz. Später wurden sie auch in der Landwirtschaft zum Antrieb von Maschinen eingesetzt.

          Gezähe

          früher auch kurz Gezäh, ist die Bezeichnung des Bergmannes für alle Werkzeuge und Arbeitsgeräte, die er zur Bergarbeit benötigt.

          Galgenberg

          Der Galgenberg (645m) und der Saalberg (653m) bilden zusammen den Salzburger Kopf, die dritthöchste Erhebung im Westerwald.

        I

          Intelligenzblatt

          Ein Intelligenzblatt (vergleiche engl.: intelligence, Nachricht) war seit dem 18. Jahrhundert ein amtliches Mitteilungsblatt nach englischem Vorbild mit Bekanntmachungen wie Gerichtsterminen, Ausschreibungen, Konkursen, Zwangsversteigerungen, Listen der in den Hotels abgestiegenen Fremden u. a. sowie geschäftlichen und privaten (Klein-)Anzeigen, u.a. Vermietungs-, Verkaufs- und Familienanzeigen (Geburts-, Hochzeits- und Sterbe-Anzeigen). Das Intelligenzblatt war die erste Form eines Anzeigenblattes.

          (siehe auch)

        J

          Jöcher

          Beim Ausbau werden vier Hölzer, die Jöcher, zu einem rechteckigen Rahmen, dem Geviert, vereinigt. Die den beiden langen Stößen anliegenden Hölzer heißen lange Jöcher, Jöcher oder Schenkel, die beiden anderen kurze Jöcher, Kappen, Pfändungen oder Haupthölzer.

        K

          M

            Matte Wetter

            Der Bergmann spricht von matten Wettern oder schwachen Wettern, wenn es sich um erstickend wirkende Luft mit verringertem Anteil an Sauerstoff und meist einem hohen Anteil an Kohlendioxid handelt.

          N

            O

              R

                Rösche

                wird im Bergbau unter anderem die Wasserseige, eine Rinne zur Wasserableitung im unteren Bereich des Stollens, bezeichnet. Zum Freihalten des eigentlichen Stollenmundlochs und zum Schutz vor Rückstauungen wurden die Röschen in manchen Fällen bis unterhalb des Mundlochs verlängert oder bei größeren Entfernungen bis zum nächsten Bach- oder Flusslauf unterirdisch fortgeführt.

                Rentamt

                Rentamt, auch Renterei oder Rentei, ist der Begriff, der seit dem Spätmittelalter für die Behörde der landesherrlichen oder kirchlichen Finanzverwaltung (hauptsächlich Einkünfte aus Domänen) unter der Leitung eines Rentmeisters oder Rentamtmanns stand. Später bezeichnete „Rentamt“ eine Behörde zur Verwaltung der grundherrschaftlichen Einnahmen.

              S

                Seifen

                Die Abschnitte oder Engen zwischen denen Bergen, worein das Wasser, wie in einem Bach zusammen und ablaufft, werden hie zu Land Seifen genannt, In theils Orten heissen sie Klingen.

                Z.B. die Ortschaft Grosseifen

                Skylla und Charybdis

                Sich zwischen Skylla und Charybdis meint sich in einer Zwickmühle befinden. Skylla und Charybdis sind Meeresungeheuer aus der griechischen Mythologie, die in der Straße von Messina lebten und jeweils eine Seite der Meerenge besetzten. Skylla hatte sechs Köpfe mit einer dreifachen Reihe Zähne in jedem Maul und fraß jeden, der in ihre Nähe kam. Charybdis sog dreimal am Tag das Meereswasser ein, um es danach brüllend wieder auszustoßen. Schiffe, die in den Sog gerieten, waren verloren.

                Sohle

                Als Sohle bezeichnet man im Bergbau ein Höhenniveau (eine meist horizontale Ebene) eines Bergwerks, auf dem Grubenbaue aufgefahren sind. Auch die Begrenzungsfläche eines söhligen (waagerechten) oder geneigten Grubenbaus mit der kürzesten Entfernung zum Erdmittelpunkt, im Allgemeinen also dessen „Fußboden“, wird im Bergbau als Sohle bezeichnet.

                Stollort

                Ein Stollen auch Stolln ist ein von der Erdoberfläche aus grundsätzlich waagerecht oder leicht ansteigend in einen Berg getriebener Grubenbau. Stollen dienen im Bergbau als Zugang nach Untertage, dem Abbau von Lagerstätten oder Schürfzwecken. Wenn ein Bergwerk zum Tiefbau übergeht, verlieren die Stollen allmählich an Bedeutung.

                Stoß

                Der Stoß ist im Bergbau die jeweils senkrecht (auch schräg) stehende Wand. Dabei handelt es sich entweder um die seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaues oder um eine seitliche Angriffsfläche für die Gewinnung von Rohstoffen.

                Schlagende Wetter

                Als schlagende Wetter bezeichnet der Bergmann ein Gemisch von Luft und brennbaren Gasen, meistens Methan, in einem explosionsgefährlichen Mischungsverhältnis. Vor allem die schlagenden Wetter sind wegen der großen Explosionsgefahr im Bergbau gefürchtet. Katastrophal kann eine Schlagwetterexplosion dann werden, wenn sie losen Kohlenstaub aufwirbelt und zündet und als Kohlenstaubexplosion weiter wirkt. Zu den zerstörenden Wirkungen einer Explosion kommt auch noch die Erstickungsgefahr, da zum einen ein großer Teil des Luftsauerstoffs verbraucht und zum anderen die Luft mit Kohlenmonoxid angereichert wird und daraus dann böse Wetter entstehen.

                Schleichwetter

                Als Schleichwetter bezeichnet der Bergmann kleine, unkontrollierte Wetterströme, die durch abgeworfene Grubenbaue wie den Alten Mann streichen und an einer anderen Stelle wieder in den normalen Wetterstrom eintreten.

                Steubenholtz (Steibenholtz, Staubenholtz)

                Steubenholtz (Steibenholtz, Staubenholtz) lag in unmittelbarer Nähe des Salzburger Kopfes und nicht weit von Hof.

                1511 wird die Siedlung zum ersten Mal erwähnt (GENSICKE, 1990, S. 248).

                1545 werden zur Erhebung des Oberzehnten die Grenzen, wie folgt, angegeben:

                Der Zehenden zu Steibenholtz gehet wider der Hoffern Muer an und gehet an den andern Enden wider den Salzburger Zehenden."

                1548 heißt es von dem Hofgut:

                 Steubenholtz leigt verlassen, hat zu jar 2 mott (Malter) 6 Mesten Gewannen Zehenden zu liefern."

                Einen für sich abgeschlossenen Waldbezirk „Stabenholz" - im Volksmund Steibholz oder Steipholz genannt - gibt es heute noch in der Gemarkung Salzburg. Das Wäldchen liegt mitten in der Feldgemarkung und gehört zur Hälfte der Gemeinde Salzburg und zur anderen Hälfte der Gemeinde Oberroßbach.

              T

                U

                  V

                    W

                      Walkererde

                      Bleicherde (Walker-Erde, Fuller-Erde) ist der Sammelbegriff für ein Gemenge aus verschiedenen quellfähigen Schichtsilikaten aus der Gruppe der Smektite, welche zu den Tonmineralen gehören. Hauptbestandteil ist das Montmorillonit. Anwendungsfeld war u.a. die Tuchproduktion. Die Erde wurde dem Stoff beim Walken (engl. fulling; fuller = Walker) von Filz zugegeben, um die Verfilzung der Stofffasern zu fördern.

                      Weisthum

                      Als Weistum (bis 1901 »Weisthum« mit th, Abk. Weisth.) wird eine historische Rechtsquelle bezeichnet, die in der Regel mündlich überliefert oder nach Verhandlungen protokolliert wurde. Grimm [1] führt den Begriff zurück auf „kollektive Aussage rechtskundiger Männer über das bestehende Recht“, wobei hier in erster Linie der Vorgang der unmittelbaren Rechtsfindung gemeint ist und nicht die geschriebene Form. Das Weistum wird zum Teil auf Stammesrechte bis hin zum nordischen Thing zurückgeführt. Das Wort Weistum entstammt den Quellen nach aus dem Gebiet des mittleren Rheins und der Mosel. Vor Aufzeichnung der Weistümer wurden die mündlich überlieferten Rechtssätze dadurch lebendig und in Erinnerung gehalten, dass an festen jährlichen Thing- oder später Gerichtstagen die Gesetzessprecher bzw. Richter diese der Versammlung der Einwohner auswendig vortrugen.

                      Quelle: Wikipedia
                      [1] Das Deutsche Wörterbuch (DWB) ist das größte und umfassendste Wörterbuch zur deutschen Sprache seit dem 16. Jahrhundert mit Wortbedeutungen und Belegstellen. Es wird auch "Der Grimm" genannt, weil es die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm waren, die 1838 mit dem DWB begonnen haben. Erst 1961, nach 123 Jahren, wurde es beendet. Insgesamt entstanden 32 Bände. Die Neubearbeitung hat jedoch gleichzeitig mit dem Abschluss der Arbeit begonnen. Ein zusätzlicher Quellenband erschien 1971.

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