Geschichte(n) aus Holland

Die Verbindung zwischen dem Westerwald und Holland sind sehr eng, die Linie Nassau-Diez beginnt mit Johanns VI. Sohn Ernst Casimir (1607–1632), der ab 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drente war. Er hielt sich fast ausschließlich in den Niederlanden auf, wie auch seine Nachfolger Wilhelm Friedrich (1632–1664), der 1655 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde, Heinrich Casimir (1664–1696) und Johann Wilhelm Friso (1696–1711). Letzterer wurde 1702 von Wilhelm III. von England zum Generalerben der oranischen Linie eingesetzt; seine Nachkommen trugen ab 1713 den Titel „Prinzen von Oranien“; sie waren ab 1747 Erbstatthalter der Vereinigten Provinzen und ab 1815 Könige der Niederlande, von 1815 bis 1890 auch Großherzöge von Luxemburg.

1806 verloren sie die Herrschaft über ihre deutschen Länder, als die vereinigten Fürstentümer Diez, Dillenburg, Hadamar und Siegen an das napoleonische Großherzogtum Berg und im Wiener Kongress an die walramische Linie Nassau-Weilburg fielen. Die ottonische Linie bekam dafür das Großherzogtum Luxemburg als Kompensation. Die Linie starb zwar 1890 mit König Wilhelm III. (1849–1890) im Mannesstamm aus, da in den Niederlanden jedoch die weibliche Thronfolge anerkannt wird, existiert das Haus Nassau-Oranien dort noch heute.

Holland ist ein Teil der Niederlande, der im Westen von der Nordsee, im Osten vom IJsselmeer, den Provinzen Utrecht, Gelderland und Nordbrabant sowie im Süden von der Provinz Zeeland begrenzt wird. Holland, das lange als Grafschaft Holland auch eine politische Einheit war, ist seit 1840 auf die Provinzen Nordholland und Südholland verteilt. Die nördliche Grenze liegt bei Den Helder und der Insel Texel, die südliche im Delta von Rhein, Maas und Schelde. In Holland liegen unter anderem die Großstädte Den Haag, Rotterdam und Amsterdam, die Teil des Ballungsraumes Randstad sind. Im Westen, an der Nordsee, befinden sich entlang der Küste überwiegend Dünen, landeinwärts sind flache Polder vorzufinden. Der Großteil Hollands liegt unterhalb des Meeresspiegels.

In der deutschen Umgangssprache, wie auch in der Umgangssprache anderer Länder der Erde, aber auch von vielen Niederländern selbst, wird „Holland“ oft pars pro toto für die „Niederlande“ benutzt. Dieser Sprachgebrauch setzte mit Beginn des 17. Jahrhunderts ein, als die Provinz „Grafschaft Holland“ zur einflussreichsten Provinz der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen aufstieg. Hiermit trat eine Veränderung im internationalen Sprachgebrauch ein, denn bis Ende des 16. Jahrhunderts war das Land bei Handelspartnern im Ausland mehr unter der Bezeichnung „Flandern“ bekannt. Die Provinzen „Grafschaft Flandern“ sowie „Herzogtum Brabant“ waren dem Ausland ein Begriff, da sie bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert die aktivsten Provinzen des Landes im internationalen Handel waren. Die Provinz der „Grafschaft Holland“ sowie die „Republik der Sieben Vereinigten Provinzen“ konnten sich erst im internationalen Überseehandel entwickeln und eine internationale Bekanntheit aufbauen, nachdem ein auf dem Land zwischen 1585 und 1608 lastendes Handelsembargo aufgehoben worden war.

Quelle: Wikipedia

George Philipp Steup wurde 1775 als Sohn des Johan Tönges und seiner Ehefrau geboren. Weitere Daten zu Geburtstag und -ort sind nicht bekannt.

Über den Vater Johan Tönges schreibt unser Chronist Emil folgendes: "... Bestimmte sich seines schönen und großen Wuchses wegen zum Militär. Er kam früh zum Regiment Oranien-Friesland nach Holland, dann vier Jahre unter die Garde des Markgrafen von Anspach und endlich bei das Oranien-Nassauische Bataillon nach Diez, wo er 1783 im Alter von 43 Jahren als Unteroffizier starb.

George Philipp war später Kammerdiener der Niederländischen Königin. Er heiratet die 1784 in Braunschweig geborene Wilhelmine Frederike Henriette Heineman.

Nachfahren sind:

Carl Ferdinand Steup wird 1810 als ältester Sohn von George Philipp und seiner Ehefrau geboren. Er arbeitet als Referendar (Ministerialrat) im Departement des Innern im Haag und war verheiratet mit der Musiklehrerin Josefine Auguste Steup, geb. 11.01.1808, Tochter des Tonkünstlers Heinrich Conrad Steup in Amsterdam, die er nach kurzer Ehe als Witwe mit drei Söhnen zurückließ. Nichtsdestoweniger war sie bestrebt, ihren Söhnen eine sorgfältige Erziehung zu geben, und verstand es, sich in Niederländisch Ost-Indien neben Erteilung von Musikunterricht ein größeres Vermögen zu erwerben, das später in dem Geschäft ihres Sohnes Willem Karl Philipp Ferdinand zum großen Teil wieder verlorenging.
Am 17. Januar 1900 starb Josefine Auguste im hohen Alter von 92 Jahren. Der Sohn Ferdinand war jung gestorben.

Am 19.Oktober 1845 wurde Lodewijk Willem Christiaan van den Berg als Sohn der Eheleute Simon van den Berg und Sophie Charlotte Immerzeel in Haarlem geboren. Er heiratete 1884 Marie Françoise Steup und wohnte zuletzt mit seiner Familie in Delft. Am 03. März 1927 ist er im Alter von 81 Jahren verstorbenen. 

Nach Abschluss des Gymnasiums (Lycée) studierte er an der Universität Leiden Sprachen-, Länder- und Völkerkunde, schloss 1868 mit Summa cum laude eine Dissertation über muslimisches Eigentumsrecht ab (De Contractu "do UT Des" Jure Mohammedano). Bald darauf ging er nach Indien, wo er mehrere klerikale und gerichtliche Posten innehatte, bis ihm 1878 die prestigeträchtige, neu geschaffene Position des Beamten für die Praxis der "indischen" Sprachen und des Beraters für die östlichen Sprachen und das muslimische Recht übertragen wurde.

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