Geschichte(n) aus Hamburg und Bremen

 

Text Hamburg

 

 

 

Friedrich Karl Steup wurde am 21. Juli 1880 in Hamburg geboren als Sohn des Friedrich Wilhelm Steup und seiner Ehefrau Anna Bertha geb. Stoesel. Er besuchte das Gymnasium in Wandsbeck bei Hamburg, war dann längere Zeit in Exportgeschäften in Hamburg, Manchester und Paris tätig.

Seiner Militärdienstpflicht genügte er von 1900-1901 als Einjährig-Freiwilliger beim Holsteinischen Feldartilllerie-Regiment Nr. 24 in Güstrow in Mecklenburg. Den Feldzug 1914/18 machte er als Leutnant der Landwehr-Feldartillerie mit, von Kriegsausbruch bis zum Jahr 1916 als Führer einer Fuhrparkkolonne im Osten und von da ab bis zum Schluß beim Stab I des Feldartillerie-Regiments Nr. 283 im Westen. An Kriegsauszeichnungen besitzt er das EK II. und das Hamburger Hanseatenkreuz.

Irmgard Steup wurde am 18. Mai 1922 in Bremen geboren, als Tochter von Friedrich Wilhelm Steup und seiner Ehefrau, der Krankenschwester Marga Steup geb. Hübel aus Darmstadt.

Der zu Northeim in Hannover geborene Friedrich Wilhelm lebte als Kaufmann in Bremen. Er besuchte die Oberrealschule in Göttingen, trat dann als Lehrling in die Eisengroßhandlung von Meyer & Westen in Hannover ein und war nach Beendigung der Lehrzeit in verschiedenen Großhandelsfirmen in Hannover und Bremen tätig. Am 1. April 1911 gründete er die "Firma Steup & Bauer, Bremen", die sich besonders mit Vertretungen im Eisen- und Maschinenfach befaßt. Die Firma nahm eine gute Entwicklung und zählte 1926 zu den ersten Firmen der erwähnten Geschäftszweige. An Stelle von Bauer trat nach 1912 Dr. Schmidt in die Firma ein.
Bei Ausbruch des Weltkrieges 1914 stellte er sich sofort freiwillig und wurde als Offizier-Stellvertreter beim Res.-Inf.-Regt. 48 angenommen, mit welchem er an den Kämpfen in Flandern (Antwerpen) teilnahm. Am 13. November 1914 zum Leutnant der Reserve befördert, wurde er zwei Tage später, am 15. November 1914, durch einen Granatvolltreffer vor Ypern schwer verwundet, so daß ihm am 10. Dezember 1914 im Kriegslazarett Brüssel der linke Unterschenkel amputiert werden mußte. Als Kriegsauszeichnung erhielt er für die Kämpfe bei Antwerpen das EK II.
Der Ehe entsprossen zwei Söhne und zwei Töchter.