Geschichte(n) aus Hessen

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Johann Konrad Steup wird am 4. Dezember 1752 zu Driedorf geboren, als Sohn des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Elisabeth Margarethe, geb. Strömann. Er lebt als Präceptor und Kantor in Hadamar und Diez.

Am 25. August 1772 verheiratet er sich in Driedorf mit Elisabeth Katharina Spies, geb. 17. April 1740 in Lohe, Tochter des Hüttenverwalters und Landrentmeisters Johannes Spieß und seiner Ehefrau Anna Margarete, geb. Achenbach zu Lohe bei Ferndorf. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor.

Unterm 16. Dezember 1774 reichte er ein Gesuch beim Oberkonsistorium in Dillenburg ein, in dem er um Zuweisung des zur Schulwohnung in Hadamar gehörigen Gärtchens bat, das er bisher nur zur Hälfte im Gebrauch gehabt habe, und von dem die andere Hälfte der Spinnmeister Wolf benutze. Die Eingabe hatte den gewünschten Erfolg. Am 23. Januar 1775 verfügte das Oberkonsistorium an das Amts-Kollegium zu Hadamar, daß der Schulmeister Steup in den ganzen Besitz des Gärtchens einzusetzen sei.

Konrad Ludwig Steup wird am 27. Mai 1804 in Wetzlar geboren, als Sohn des Friedrich Martin Steup und seiner Ehefrau Johannette Catharina geb. Zimmermann. Er lebte als Musiklehrer zu Elberfeld, später Musikdirektor zu Barmen, vordem als solcher in Opladen und Neukirchen

Am 11. Februar 1829 heiratet er Charlotte Schnabel, geb. 20. September 1805, Tochter des Polizei-Agenten Christian Schnabel und seiner Ehefrau Maria Charlotte Ciarenbach in Elberfeld. Er starb am 8. Mai 1882 zu Duisburg im Alter von 77 Jahren.

Kinder waren:

1. Laura Rosalie Steup, geb. 15.6.1834 zu Elberfeld, verh. seit 25.5.1861 mit dem Kaufmann Peter Engelbert Wülfing zu Barmen. Sie starb am 26.9.1908 zu Duisburg. Der aus der Ehe hervorgegangene Sohn Hermann Walter Wülfing wurde am 22.3.1862 geboren und lebte als Kaufmann in Barmen. Er war seit 1896 mit Else Heyder vermählt.

2. Hugo Steup, geb. 1838, gest. in Barmen.

3. Rudolf Steup, geb. 1842, lebte in Amerika unter dem Namen „Wellerstein".

Gustav Friedrich Steup wird am 28 September 1807 in Wetzlar geboren, als Sohn des Friedrich Martin Steup und seiner Ehefrau Johannette Catharina geb. Zimmerman.

Am 28. Februar 1832 heiratet er in Wingershausen (Oberhessen) Dorothea Preuschen, geb. am 17. Januar 1813, Tochter der unverheirateten Louise Albertine Preuschen, geb. 18. Februar 1774 zu Gedern als Tochter des Rates Karl Samuel Preuschen und der Henriette Philippine Melior. Sie starb am 2. Oktober 1870 in Offenbach am Main. Er war ihr am 1. September 1860 im Tode vorausgegangen.

Wilhelm Steup wird am 10. Dezember 1851 in Münster bei Lich (Oberhessen) geboren, als Sohn des Anton Steup und seiner Ehefrau Wilhelmine, geb. Pape. Er verheiratet sich mit mit Elisabeth Walther, geb. am 25. Januar 1852.

Im Jahre 1882 verzog er mit seiner Familie von Wetterfeld nach Burkartsfelden, woselbst er ein Kolonialwarengeschäft, Land- und Gastwirtschaft sowie eine Ziegelei betrieb. Er lebte in guten Verhältnissen und starb am 26.3.1901.

Am 9. Februar 1882 wird die Tochter Anna geboren. Sie heiratet 1911 den Feldwebel der 4. Kompanie des Leibgarde-Infanterie-Regiments Nr. 115 in Darmstadt, Adolf Horn, geb. am 25. Mai 1882. Er nahm als solcher am ersten Weltkrieg (1914-18) teil, erwarb sich mehrere Kriegsauszeichnungen und wurde zum Offizierstellvertreter ernannt. Nach Kriegsende wurde ihm beim Ausscheiden aus dem Heere der Charakter als Leutnant verliehen.

1919 übernahm er das Anwesen seiner Schwiegermutter, weil es ihr Wunsch war, und der Sohn Karl sich nach auswärts verheiratet hatte. Mit seiner Frau betreibt er jetzt neben dem Kolonialwarengeschäft noch Kohlenhandel und Landwirtschaft in Burkartsfelden. Es geht ihnen gut.

In der Zeit des 3.Reiches hat er als Hilfspolizist in Burkhartsfelden gearbeitet. Hierzu ist folgende Geschichte erhalten.

 

 

Karl Heinrich Steup war Lehrer zu Cramberg und wurde am 24. Juni 1870 als Sohn des Henrich Ludwig Steup und seiner Ehefrau Emilie geb. Wiederstein geboren. Er war seit 14. April 1898 mit Karoline Wilhelmine Witzel aus Cramberg verheiratet.

Er bestand unterm 4. März 1891 am Seminar zu Usingen die erste Lehrerprüfung und wurde vom 1. April 1891 ab mit der Versehung der II. Lehrerstelle zu Cramberg im Unterlahnkreis beauftragt. Am 2. August 1895 legt er, nachdem ihm der erste Versuch mißglückt war, die zweite Lehrerprüfung mit Erfolg ab. Hierauf wurde er vom 1. Oktober 1895 ab endgültig zum Lehrer an der Volksschule zu Cramberg ernannt, an der er vom 1. Dezember 1898 ab als erster Lehrer Dienst tat. Er war ein gewissenhafter Jugenderzieher, der sich musterhaft führte und in der Gemeinde beliebt und geachtet war.

Am 12. Mai 1918 wurde ihm aus Anlaß des Regierungsjubiläums Seiner Durchlaucht des Fürsten von Waldeck und Pyrmont für seine langjährige verdienstreiche Tätigkeit im Bezirk der Fürstlichen Standesherrschaft Schaumburg das Fürstlich Waldeckische Ehrenkreuz verliehen.

Ernst Oskar Steup wird am 11. August 1880 in Waldkirch im Kreis Emmendingen/Baden Würtemberg geboren, als Sohn des August Steup und seiner Ehefrau Johanna, geb. Singer.

Sein Vater August heiratete 1878 Johanna Singer, die Tochter des Apothekers Franz Xaver Singer aus Pullendorf/Landkreis Sigmaringen in Baden Würtemberg. Er lebte in Freiburg im Breisgau als Kaufmann und starb im Jahr 1887 während einer Reise zur Weltausstellung in St. Louis. Sie verstarb 1893 in Pfullendorf.

Ernst Oskar lebte als Kaufmann zu Frankfurt/Main, wo er lange Zeit als Vertreter erster Firmen in den Geschäftszweigen für Eisen, Haus- und Küchengeräte tätig war. Später machte er sich selbständig und betrieb zusammen mit dem Kaufmann Reis unter der Firma "Steup & Reis" eine Eisenwaren-Großhandlung in Frankfurt/Main.