Rudolf Ernst Steup wurde am 10. Mai 1889 in Northeim geboren, als Sohn des Rudolf Ernst Steup sen. und seiner Ehefrau Bertha Elise Amalie, geb. Bartels.

Rudolf Ernst gehörte seit 14. Februar 1906 als aktiver Leutnant dem Infanterie-Regiment von Stülpnagel Nr. 48 in Küstrin an, nahm 1914 als Bataillons-Adjutant des I. Bat., Res.-Inf.-Regts. 48, am 1. Weltkrieg in Belgien teil, tat sich dort besonders hervor und wurde bald mit dem EK II. ausgezeichnet. Zum Oberleutnant befördert, kam er nach Rußland und wurde am 7. Februar 1915 zum Regiments-Adjutant des Res.-Inf.-Regts. Nr. 48 ernannt, als welcher er einige Zeit nachher das EK I. für hervorragende Leistungen im Kriegsdienst erhielt. Am 12. Juni 1915, nachmittags 2 Uhr, wurde er auf der Gefechtsstelle des Regiments bei Zakrzew (an der Sucha) durch Schrapnellschuß am Kopf tödlich verwundet. Man brachte ihn bewußtlos in das Lazarett nach Lowicz, wo er am 15. Juni 1915 an seiner Verwundung starb. Am 17. Juni, nachmittags, wurde er auf dem dortigen Friedhof beerdigt.
Sein Regiments-Kommandeur widmete ihm folgenden Nachruf:

"Nachruf!

Am 15. Juni verschied im Lazarett an seiner drei Tage vorher erlittenen schweren Verwundung der Oberleutnant des Res. Infanterie-Regimentes von Stülpnagel (5. Brandenburgisches) Nr. 48, Ernst Steup, Ritter des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse. Seit Beginn des Feldzuges im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 48 als Bataillons-Adjutant und später als Regiments-Adjutant tätig, hat er sich die Wertschätzung aller seiner Vorgesetzten, Kameraden und Untergebenen in hohem Maße erworben. Wir werden diesen begabten und unermüdlichen pflichttreuen Offizier, diesen frischen und fröhlichen Kameraden nie vergessen.


Frhr. von Lützow, Oberstleutnant und Kommandeur des Res.-Inf -Regts. Nr. 481)"

 

siehe auch: Die Geschichte der ehemaligen Festungs- und Garnisonstadt auf Cuestrin.de
1) Oberst Henning Freiherr von Lützow war Regimentskommandeur von Januar 1915 - 1916