Hugo Steup wurde am 19. Januar 1898 in Mittelsudberg, einem Wohnquartier des Vorortes Wuppertal-Cronenberg geboren, als Sohn des Schneidermeisters Gustav Steup und seiner Ehefrau Clara, geb. Stoodt.

Er arbeitete als Bohrschmied zu Cronenberg. Im 1. Weltkrieg dient er als Artillerist und kämpft an der Ost- und Westfront.

Am 13. März 1920 versuchte eine Gruppierung um General Walther von Lüttwitz mit Unterstützung von Erich Ludendorff und Wolfgang Kapp einen konterrevolutionären Putschversuch gegen die nach der Novemberrevolution geschaffene Weimarer Republik, den sogenannten „Kapp-Putsch

Am 17. März 1920 war der Putschversuch nach nur 100 Stunden gescheitert. Einen großen Anteil am Scheitern des Putsches hatte, neben der Verweigerung der Regierungsbürokratie und der Uneinigkeit der Militärs über die eigentliche Zielsetzung des Putsches, der folgende Generalstreik, der größte in der deutschen Geschichte.

Der Putschversuch brachte die junge Weimarer Republik an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die sozialdemokratischen Mitglieder der Reichsregierung zur Flucht aus Berlin. Die meisten Putschisten waren aktive Reichswehrangehörige oder ehemalige Angehörige der alten Reichswehr, insbesondere der Marinebrigade Ehrhardt, die sich nach dem Ersten Weltkrieg in reaktionären Freikorps organisierten, sowie Mitglieder der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).

Als Gründe für den Putsch wurden die Republikfeindlichkeit und die Frustration vieler früherer Soldaten angeführt, die seit Kriegsende in etwa 120 Freikorps organisiert waren.

Konkreter Auslöser war am 29. Februar die Verfügung von Reichswehrminister Gustav Noske, die "Marinebrigade Ehrhardt" aufzulösen, da am 10. Januar 1920 der Versailler Friedensvertrag in Kraft getreten war, welcher das deutsche Heer auf 100.000 Mann sowie die Marine auf 15.000 Mann beschränkte. Dies bedeutete einen massiven Personalabbau der etwa 400.000 Mann starken Reichswehr von 1919, und die meisten der damaligen Freikorps sollten aufgelöst werden. In diesem Punkt spielten aber die Führer der Freikorps nicht mit; die politischen Generäle waren nicht gewillt, auf die Instrumente ihrer politischen Macht zu verzichten und so kam es zu dem militärischen Staatsstreich vom 13. März 1920.

Die "Rote Ruhrarmee" führte im Ruhrgebiet im März 1920 zur Abwehr des Kapp-Putsches und zur Durchsetzung revolutionärer Forderungen einen bewaffneten Kampf gegen die reaktionären und republikfeindlichen Freikorps und andere Reichswehrtruppen, der auch als "Aufstand an der Ruhr" bezeichnet wird.

Am Sonntag, den 18. März 1923 wurde auf dem evangelischen-reformierten Friedhof an der Solinger Straße in Cronenberg ein Denkmal für fünf gefallene Kämpfer gegen den Kapp-Putsch eingeweiht. Bereits 1921 waren auf den Ehrenfriedhöfen in Elberfeld und Barmen Denkmäler eingeweiht worden.

 

Ehrenmal auf dem evangelischen Friedof in Cronenburg

Die obere Inschrift lautet:

Hier ruhen die Opfer
des März-Putsches 1920

Dann folgen die fünf Namen und jeweils das Geburtsdatum

Ernst Bertram

*3.4.1900

Alex Erkinger

*28.3.1875

Gustav Hummelbeck

*11.5.1888

Wilhelm Schwalfenberg

*27.1.1888

Hugo Steup

*19.1.1898

Die untere Inschrift

,,Das Banner kann stehen wenn der Mann auch fällt

stammt aus dem Lied ,,Tord Foleson “ des Norwegers Per Sivle, das von dem in Barmen geborenen Komponisten Gustav Uthmann vertont wurde.