Die Herrschaft zum Westerwald

Spärlich sind die Nachrichten, die uns Aufschlüsse geben über die Geschichte unserer Heimat zur Zeit unserer germanischen Vorfahren. Und doch haben sich gerade hier damals geschichtliche Ereignisse von großer Tragweite abgespielt. War doch die Umgebung Marienbergs im Zeitraum von etwa 70 Jahren (von 55 vor Chr. bis 16. n. Chr.) mehrmals Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Römern und Germanen. Damals war der Westerwald von den Sugambrern (oder Sigambrern) bewohnt, die später wohl von den Chatten abgelöst wurden.

Aus dem Haigergau mag sich dann die "Herrschaft zum Westerwald" ausgegliedert haben. Sie umfasste die Kirchspiele Neukirch, Emmerichenhain und Marienberg. Im Süden hatte die Herrschaft die große Nister als Grenze, während sie im Norden eine dichte Dornenhecke begrenzte. Dadurch sollten das Abweiden durch fremde Herden und Holzdiebstahl in den zur Herrschaft gehörenden Wäldern verhindert werden. Die Bauern der Herrschaft zum Westerwald konnten sich rühmen, niemals Leibeigene gewesen zu sein. Keine Ritterburg oder sonst ein Herrensitz erhob sich je über das Land. Die Leute waren frei auf ihrem eigenen Grund und Boden und konnten damit nach eigenem Gutdünken schalten und walten. Im Märkerding - die Herrschaft wurde auch Mark genannt - wurde von der Versammlung der freien Bauern über Fragen von allgemeinem Interesse entschieden.

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Das Haus Nassau ist ein Adelsgeschlecht von europäischer Bedeutung dessen Anfänge bis ins 10. Jahrhundert reichen und das zunächst als Grafen von Laurenburg an der Lahn auftritt. Der 1093 genannte Dudo von Laurenburg gilt als vermutlicher Stammvater des Hauses. 1159 wird die wenige Kilometer flussabwärts gelegene Burg Nassau Sitz des Geschlechtss das sich seither nach dieser Burg nannte. Die Grafen von Laurenburg und Nassau erweitern unter den Brüdern Arnold I. (1124-48) und Rupert I. (1124-52) dessen Sohn Walram I. (1167-98) sowie Walrams Sohn Heinrich II. dem Reichen (1198-1247) stetig ihren Besitz im Raum zwischen Taunus und Westerwald an der unteren und mittleren Lahn . Vor 1128 erwerben sie die Vogtei des Klosters Worms welches in der Gegend zahlreiche Rechte besaß und können somit eine Verbindung zwischen ihrem Erbe an der unteren Lahn und ihrem Besitz um Siegen schaffen. Diese Verbindung wird Mitte des 12.Jahrhunderts gefestigt mit dem Erwerb der sogenannten Hessisch-Thüringischen Reichslehen nämlich der Herborner Mark der Kalenberger Zent und des Gerichts Heimau (Löhnberg). Eng damit verbunden war die sogenannte "Herrschaft zum Westerwald" die ebenfalls zu dieser Zeit in nassauischen Besitz gelangt. Ende des 12.Jahrhunderts kann mit dem Reichshof Wiesbaden ein wichtiger Stützpunkt im Südwesten erworben werden.

Spärlich sind die Nachrichten, die uns Aufschlüsse geben über die Geschichte unserer Heimat zur Zeit unserer germanischen Vorfahren. Und doch haben sich gerade hier damals geschichtliche Ereignisse von großer Tragweite abgespielt. War doch die Umgebung Marienbergs im Zeitraum von etwa 70 Jahren (von 55 vor Chr. bis 16. n. Chr.) mehrmals Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Römern und Germanen. Über das Ausmaß und den Ausgang dieser Schlachten ist uns leider nichts bekannt. Damals war der Westerwald von den Sugambrern (oder Sigambrern) bewohnt, die später wohl von den Chatten abgelöst wurden.

Aus dem Haigergau mag sich dann die "Herrschaft zum Westerwald" ausgegliedert haben. Sie umfasste die Kirchspiele Neukirch, Emmerichenhain und Marienberg. Im Süden hatte die Herrschaft die große Nister als Grenze, während sie im Norden eine dichte Dornenhecke begrenzte. Dadurch sollten das Abweiden durch fremde Herden und Holzdiebstahl in den zur Herrschaft gehörenden Wäldern verhindert werden. Die Bauern der Herrschaft zum Westerwald konnten sich rühmen, niemals Leibeigene gewesen zu sein. Keine Ritterburg oder sonst ein Herrensitz erhob sich je über das Land. Die Leute waren frei auf ihrem eigenen Grund und Boden und konnten damit nach eigenem Gutdünken schalten und walten. Im Märkerding - die Herrschaft wurde auch Mark genannt - wurde von der Versammlung der freien Bauern über Fragen von allgemeinem Interesse entschieden.

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