Geschichte(n) aus dem Hohen Westerwald

Alle Geschichte(n) aus dem Westerwald für die es keinen eigenen Menüpunkt gibt; oder so ähnlich...

 

Die 3 Oberkirspell zu Westerwald Marienberg, Emmerichenhausen und Neukirch betreffende Marienberger Kirspell. Dieses Kirspell grentzet ahn Hachenburg und die Saynsche grentzen wie auch ahn die grafschaft hadamar undt Stull gebieth.

Das Waßer die Nister genanntt fengt ahn zu Emmerichenhain, undt scheidet bies ahn die Grafschaft Sayn nahe ahn die niederscheider Saynsche Mühle. Von danen scheidet die Nister zwischen Nassau Beilstein bis ahn den Korb. Von dannen scheidet die Weißbach bis undig Kirben, so Saynsche seitens seindt Steingestz n zwischen Beilstein undt Sayn bies ahn den Rheinhardtsborn obig Lipp im Dillenburge.

Undt Saynsche Dorff, darnach ziehet es fort, bies auf den Liebenscheiter grentz.

Zu Marienberg hatt es die Haubt Kirche, darinnen ein schön geleuth. Es hatt ein fein Pfarhauß alda sambt denen gelegenen eigenen pfar guttern undt eigenem pfar Waldt. Die pfar so hern Ihro Excell. unserem Herrn bystellen wirdt, bedienen ahn itzo her jost Gelery HeWetig.

Es seindt auch in diesem Kirspell noch 3 Capellen.

Eine in Retzhaußen.

Die ander im Hoff.

Die dritte zu Unnau.

In diesen Kirspell befinden sich nachfolgende Dorffschaften. Darinnen seindt vor diesem gewesen ahn Manschften wie folgt:

 

Über Johann Friedrich Steup geboren am 11.09.1818 in Oberroßbach als Sohn des Johann Martin Steup und seiner Ehefrau schreibt "Eberhardt's Allgemeiner Polizei Anzeiger, Dresden" im Jahre 1858 folgendes: 

Steup (Steub), Friedrich, Maschinist aus Oberroßbach, Herzogthum Nassau (zul. Bd XLVI, S. 147). Alter: geb. am 11.9.1818; Statur: untersetzt, 5'5“ (1 Hannoverscher Fuß = 292,1 mm, 1 Zoll = 24,3 mm d.h. ca. 1,58 m); Stirn: hoch, frei; Haare u. Augenbrauen: dunkelblond; Augen: hellbraun; Nase: stumpf; Mund: gew.; Bart: dunkelblond, stark, rasiert; Zähne: defect in den beiden Zahnladen; Kinn: rund; Gesicht: breit; gesund. Kennz.: Vor der Stirn einige kleine feine Narben, hinter dem rechten Ohre eine Narbe; unterm rechten Daumen eine Narbe; der Nagel des kleinen Fingers der linken Hand etwas verwachsen.

Friedrich Steup wird am 6.2.1864 in Altenkirchen geboren, als Sohn des Adolf Steup und seiner Ehefrau Louise Christine geb. Pfeiffer.

Seine Eltern starben früh, und er kam als Waisenkind gleich zu fremden Leuten. Nach Entlassung aus der Volksschule erlernte er das Schreinerhandwerk, und seine Berufstätigkeit trieb und brachte ihn in die Welt, in der er viel und weit umhergekommen ist. Schließlich ließ er sich in Groß-Gerau nieder und gründete dort im Jahre 1888 eine Bau- und Möbelschreinerei mit elektrischem Betrieb. Am 12.8.1888 verheiratet er sich mit Catharina Schmitt aus Groß-Gerau. Aus der Ehe gingen Kinder nicht hervor.

Seine Schwester Lina wurde am 30.6.1866 zu Altenkirchen geboren und verheiratete sich mit Christian Siegel aus Heddesdorf bei Neuwied, mit welchem sie vier oder fünf Kinder hatte. Sie ist schon lange tot.

Hermann Steup wird am 6. Februar 1899 in Cramberg geboren, als Sohn des Karl Heinrich Steup und seiner Ehefrau Karoline Wilhelmine Steup geb. Witzel.

Sein Vater Karl Heinrich arbeitete als Lehrer in Cramberg.  Er bestand unterm 4. März 1891 am Seminar zu Usingen die erste Lehrerprüfung und wurde vom 1. April 1891 ab mit der Versehung der II. Lehrerstelle zu Cramberg im Unterlahnkreis beauftragt. Am 2. August 1895 legt er, nachdem ihm der erste Versuch mißglückt war, die zweite Lehrerprüfung mit Erfolg ab. Hierauf wurde er vom 1. Oktober 1895 ab endgültig zum Lehrer an der Volksschule zu Cramberg ernannt, an der er vom 1. Dezember 1898 ab als erster Lehrer Dienst tat. Er war ein gewissenhafter Jugenderzieher, der sich musterhaft führte und in der Gemeinde beliebt und geachtet war. Am 12. Mai 1918 wurde ihm aus Anlaß des Regierungs-Jubiläums Seiner Durchlaucht des Fürsten von Waldeck und Pyrmont für seine langjährige verdienstreiche Tätigkeit im Bezirk der Fürstlichen Standesherrschaft Schaumburg das Fürstlich Waldeck´sche Ehrenkreuz verliehen. Er lebte seit dem 1. Juli 1935 im Ruhestande in einem Landhause im Lahntal zwischen Balduinstein und Geilnau im Gemeindebezirk Geilnau und ist inzwischen dort gestorben.

Robert Knögel war der Sohn des Färbers Wilhelm Knögel aus Dillenburg. Nach einem Lehramtsstudiums wird er im November 1910 als Lehrer in Bölsberg angestellt.

Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs dient er als Musketier in einem Infanterie-Regiment. Am 21. September 1916 nimmt er an der Westfront an der Somme an einem Sturmangriff teil und fällt durch einen Kopfschuß. Sein Truppenteil und seine Kameraden bestätigen den Tod.

Seine Eltern veröffentlichen am 14. Oktober 1916 folgende Todesanzeige in der "Westerwälder Zeitung":

Infos zu Sehnenswertem aus dem hohen Westerwald, Fotos und leckere, typische Wäller Rezepte findet man auf der Homepage von Monika Kexel aus Großseifen.