Robert Knögel war der Sohn des Färbers Wilhelm Knögel aus Dillenburg. Nach einem Lehramtsstudiums wird er im November 1910 als Lehrer in Bölsberg angestellt.

Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs dient er als Musketier in einem Infanterie-Regiment. Am 21. September 1916 nimmt er an der Westfront an der Somme an einem Sturmangriff teil und fällt durch einen Kopfschuß. Sein Truppenteil und seine Kameraden bestätigen den Tod.

Seine Eltern veröffentlichen am 14. Oktober 1916 folgende Todesanzeige in der "Westerwälder Zeitung":

Drei Wochen später am 11. November schreibt die "Westerwälder Zeitung" das die Eltern eine handgeschriebene Postkarte von ihrem Sohn erreicht hat, mit Datum vom 30. September. Es gehe ihm gut; seine Adresse werde er angeben, sobald sie ihm bekannt sei; man möge seine näher bezeichneten Sachen bei der Kompanie einfordern und möglichst bald mit ihm in Verbindung treten. 

Die Freude der durch den Tod des einzigen Sohnes niedergebeugten Eltern und der übrigen Angehörigen kann man sich sicher vorstellen.

Im Mai 1920 taucht der Name von Lehrer Knögel wieder in der "Westerwälder Zeitung" auf, darin wird mitgeteilt das er zum Vorstand des Schulvorstands seines Schulverbands ernannt wurde.

Robert Knögel scheint Krieg und Gefangenschaft gut überstanden zu haben.