Geschichte(n) aus Dillenburg

Dillenburg war Stammsitz des oranischen Zweiges des Hauses Nassau. Auf dem heutigen Schlossberg wurde Ende des 13. Jahrhunderts bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts die Dillenburg erbaut. Diese Burg hatte für das Haus Nassau eine hohe Bedeutung, da sie im Gegensatz zur Burg Herborn kein Lehen der Landgrafen von Hessen, sondern eine Eigenburg war. Es gibt keine Abbildungen von dieser Burg, da sie vermutlich aus Holz gebaut war und in der Dernbacher Fehde ca. 1323 zerstört wurde.

Vorfahren aus Dillenburg

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Philipp Christian Steup war Töchterschullehrer, Schreibmeister und Organist, geb. zu Dillenburg am 29. November 1775. Am 15. Januar 1812 heiratete er Susanne Wilhelmine Steup, Tochter des verstorbenen Präceptors Johann Heinrich Steup zu Nassau. Außer der Tochter Christine hatte das Paar noch drei weitere Kinder.
Philipp Christian war ein tüchtiger und verdienter Schulmann und ein großer Musikfreund. 'Rühle von Lilienstern', der Direktor der Municipalität Dillenburg, sagte über ihn in einem Bericht an den Präfekten des Sieg-Departements*) am 3. August 1809 folgendes:

"Von diesem jüngeren Steup als einem talentvollen, kenntnisreichen, sehr verdienten Schulmanne werde ich zu einer anderen Zeit ein mehreres anzuführen die Ehre haben. Dieser außerordentliche Mann verdient nicht nur dem hohen Ministerio, sondern auch der literarischen Welt bekannt zu werden."

Heinrich Conrad Steup wird am 3. Februar 1778 zu Dillenburg geboren als Sohn des Präzeptors und Kantors Johann August Steup und seiner Ehefrau Christine Margarete geb. Habicht.

Im August 1801 verläßt er im Alter von 23 Jahren seine Heimat in Dillenburg und zieht nach Amsterdam, Nordholland.

Unter dem Namen Hendrik Coenraad oder auch H.C. Steup, arbeitet er in Amsterdam als Pianist, Cembalist, Arrangeur, Musikverleger und Instrumentenhändler. In den beiden von ihm in Amsterdam in der Kalverstraat Nr. 171 und 203 betriebenen Geschäften verkauft er in dem einen Musikinstrumente, in dem anderen erfolgte der Verkauf von Musikstücken, die in einer in dem Hause eigens dazu eingerichteten Druckerei hergestellt wurden. Aus alten noch vorhandenen Musikwerken, Briefen und sonstigen Aufzeichnungen ist zu ersehen, daß er seinerzeit im Musikleben von Amsterdam, wo sein Name einen guten Klang hatte, eine hervorragende Rolle gespielt hat. So steht fest, daß er mit seiner Kunst und seinem Können oft in der Öffentlichkeit hervortrat und daß seine Werke und Schöpfungen von der Zuhörerschaft beifällig aufgenommen wurden.

Das bestätigt die nachfolgende Ankündigung (Eintrittskarte), welche sich in seinem Nachlaß vorfand:

Carnet d'Entrée
pour la Concert d. H. C. Steup à la Salle du Théâtre Allemand, dans L'Amstelstraat.
Mercredi, de 11. Février 1807 à 6 1/2 heures précises.
gez. H. C. Steup
 

Johann Wilhelm Ludwig Heinrich Steup war herzoglicher Oberförster und wurde am 27 November 1815 in Dillenburg als Sohn des Lehrers und Organisten Philipp Christian Steup und seiner Ehefrau Susanne Wilhelmine Steup, Tochter des Präceptors Johann Heinrich Steup zu Nassau, geboren.
In erster Ehe seit 30 März 1841 mit Philippine Johannette Friederike Schultheis, Tochter des Stadt-Schultheißen zu Dillenburg Christian Schultheis verheiratet. Aus der ersten Ehe gingen außer der am 25 Juli 1844 zu Nastätten geborenen Tochter Karoline Luise Natalie Auguste die Söhne Gustav, geb. am 22 Dezember 1841 in Usingen, und Wilhelm, geb. am 8. April 1846 in Höchstenbach, hervor. Es ist wahrscheinlich, daß es sich bei dem ältesten Sohn um Gustav Steup gehandelt hat, der als Oberst (Colonel) im amerikanischen Heeresdienst stand und Regimentskommandeur war.

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