Geschichte(n) aus Hardt

Die Gemeinde Hardt liegt im Westerwald zwischen Limburg und Siegen. Die Nister, die zum Einzugsbereich der Sieg gehört, bildet die südliche Grenze der Gemeinde. Die südlich der Ortslage liegende Hardtermühle liegt auf dem Gemeindegebiet von Hahn bei Marienberg. Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hardt erfolgte 1332 im Zusammenhang mit der Hardtermühle. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen hart (= „Waldhöhe“ oder „Waldabhang“) ab. In der Gemarkung, vermutlich in der Schlucht nach Erbach, lag der nach 1440 untergegangene Ort Gilhain oder Gielhayn (ahd. gil = „enges Tal“, „Schlucht“); 1492 gab es noch den Weiler „Zur Höhe“.

Weiterlesen...

zur Hardter Mühle...

 

Im Jahre 1678 wurde ein Hexenprozeß durchgeführt, bei dem einer Frau aus Hardt mehrfache Kindestötung durch Hexerei vorgeworfen wurde. Paulus Müller von Hardt beschuldigte Helene Dencker, die Witwe des Hanß Gerhardt Dencker, eine Hexe zu sein. Bei dem in Beilstein geführten Prozeß traten außer Paulus Müller noch 4 weitere Zeugen auf: 1. Merten Müller d. Ä. aus Hardt, 2. dessen Ehefrau Entgen, 3. Merten Müller d.J. und 4. dessen Ehefrau Anna Maria.

Insgesamt 15 Fragen, Indicionalarticul genannt, waren ausgearbeitet und wurden den Zeugen einzeln zur Beantwortung vorgetragen. Darin wurde die beschuldigte Frau der Zeit gemäß als „Beklagtin“ bezeichnet. Zu den ersten vier Fragen, die allgemein gehalten waren, mußten sich alle Zeugen äußern:

 Johann Theis Steup wurde am 18.5.1794 in Hardt geboren und starb am 22.7.1815 in Gent (Belgien). Sein Name ist auf dem Waterloo-Denkmal auf dem Luisenplatz in Wiesbaden verzeichnet. Im Zentrum des Platzes steht der Waterloo-Obelisk, der an die in den Befreiungskriegen 1815 gegen Napoleon gefallenen Nassauer erinnert. Er wurde zum 50. Jahrestag dieses Ereignisses aufgestellt. Das Denkmal mit springendem Pferd von 1937 erinnert an das "1. Nassauische Feldartillerie-Regiment Nr. 27 Oranien".

Im Sterberegister befindet sich folgender Eintrag:

"Der Gestorbene zog in dem Jahre 1815 als freiwilliger Jäger nach den Niederlanden, erhielt in der Schlacht bei Quatre-Bras einen Schuß in den Unterleib, kam zu Gand (Gent) in das Hospital, in dem er an der Verwundung starb."

Johann Jost Steup Landmann und Schreinermeister, auch Gemeinderechner zu Hardt, geboren 10. Januar 1807, verh. seit 31. Mai 1830 mit Anna Marie Weber, geb. 7. September 1810, Tochter des Martin Weber und der Anna Marie Häbel, Landleute zu Hardt.

Das Schreinerhandwerk erlernte er bei dem Schreinermeister Daniel Winchenbach in Marienberg, zu dem er am 23. Februar 1823 in die Lehre kam.

Über seine Dienstführung als Gemeinderechner stellte ihm 1835 der damalige Amtmann ein gutes Zeugnis aus. Er starb am 19. November 1835 an einer zu dieser Zeit in Hardt epidemisch auftretenden Typhuserkrankung.

Jakob Wilhelm Steup Land- und Bergmann zu Hardt, geb. 20. Februar 1860, verh. seit 21. Dezember 1884 mit Catharine Kleber, geb. 25. November 1860, Töchter des Landmanns August Kleber und seiner verstorbenen Ehefrau Christine, geb. Denker zu Hardt. Er starb am 2. März 1896 in Hardt. Sie folgte ihm am 8. April 1934 im Tode, 73 Jahre alt. Söhne sind:
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok