Geschichte(n) aus Zinhain

Zinhain (mundartlich: Zijne) ist ein Ortsteil der Stadt Bad Marienberg. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1398 statt. 1939 hatte die ehemals selbständige Gemeinde Zinhain 306 Einwohner. Am 7. Juni 1969 wurde der Ort mit damals 423 Bewohnern nach Bad Marienberg eingemeindet. Der einst wichtige Abbau von Basaltgestein wurde bereits 1975 eingestellt.

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Johann Martin Steup wurde am 16.3.1727 in Zinhain geboren als Sohn des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Anna Elisabeth geb. Müller und ist seit 9.1.1749 mit Elisabeth Margarethe Strömann, Tochter des Präceptors und Organisten Johann Konrad Strömann zu Driedorf verheiratet. Er war außerdem vereideter Geometer des Amtes Driedorf und bekannt als ein geschickter Rechner und Schreiber. 

Seine Enkel waren u. a.:

1. Conrad Benner, Fürstl. Waldeckscher Rat und Amtmann zu Bergheim
2. Casimir Benner, Kaufmann zu Frankfurt a. M.
3. Heinrich Reck, Lehrer an der reform. Schule zu Hadamar
4. Christian Reck, Schullehrer in Driedorf

Johann Konrad Ströhmann aus Haiger hatte das Lehreramt in Driedorf bis 1749 inne. Anschließend übernahm vom 16.02.1759 bis 1793 sein Schwiegersohn Johann Martin Steup das Lehreramt.

Johann Martin Steup wurde am 16.3.1727 zu Zinhain geboren als Sohn des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Anna Elisabeth geb. Müller. Am 9.1.1749 verheiratete er sich mit Elisabeth Margarethe Strömann, Tochter des Präceptors und Organisten Strömann zu Driedorf, früher zu Haiger, mit der er einen Sohn und vier Töchter hatte.

Sein Schwiegervater Johann Konrad Ströhmann aus Haiger bekleidete das Lehreramt in Driedorf bis 1749. Danach kam Johann Martin Steup ab dem 16.02.1759 bis 1793 ins Lehreramt. Noch während dessen Amtszeit wurde ihm sein Enkel Christian Reck zugeteilt. Nach dem Tod seines Großvaters am 21. März 1800 bot ihm die fürstliche Rentkammer in Dillenburg, dessen Nachfolge unter der Bedingung an, dass Christian Reck an vier andere Kandidaten, die Anspruch auf diese Stelle hatten, jährlich 100 Gulden abzugeben habe.

Johann Henrich Steup wurde am 28.01.1732 zu Zinhain als Sohn des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Anna Elisabeth geb. Müller geboren.  Am 22. November 1774 verheiratete er sich mit Susanne Wilhelmine Busch, Tochter des Gerichtsschöffen Heinrich Wilhelm Busch zu Nassau, mit der er drei Töchter hatte.

Er arbeitete als Schulmeister in Rehe, später Präceptor an der reform. Stadtschule zu Nassau und als Kantor.

1763 am 10. November schrieb er über die Einrichtung einer Abendschule in Rehe an das Konsistorium in Dillenburg: „Die Abend-Schule halte ich im Winter mit den Knaben Abends von 6 bis 8 Uhr. Darinnen nehme ich mit ihnen vor das Notensingen und mit den Fähigsten die Species im Rechnen."

Im gleichen Jahr entwarf er ein „Alphabethisches Verzeichnis derer Wörter und Namen von Einsylbiger Art, denen Anfängern zum Vorschreiben". Das Büchlein ist im Manuskript erhalten. Ebenso liegen noch eine Gebetssammlung und eine Fibel von ihm handschriftlich vor. Er wurde im Mai 1769 von Rehe, wo er 17 Jahre lang den Schuldienst versehen hatte, an die reform. Stadtschule zu Nassau versetzt. Vor seinem Schuldienst in Rehe war er vier Jahre in Langenbach und ein Jahr in Hardt und Erbach tätig gewesen. Die zur Einweisung in seine neue Dienststelle zu Nassau an den Inspektor Münz daselbst gerichtete Verfügung hatte folgenden Wortlaut:

Johann August Steup wurde am 19. April 1743 als Sohn des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Anna Elisabeth geb. Müller zu Zinhain geboren. Am 20. März 1770 heiratete er Christine Margarete Habicht, geb. 21. April 1750, Tochter des Bürgers und Metzgermeisters Johann Hartmann Habicht und seiner Ehefrau Catharina Juliana, geb. Brambach zu Dillenburg, mit der er zwölf Kinder hatte. Catharina Juliana Brambach war die Tochter des Bürgers und Hofmetzgers Johann Wigand Brambach zu Dillenburg.

Als kleiner Junge und Katechismusschüler keimte in Jost der Schulgeist, der durch seine älteren Brüder immer mehr in ihm entflammt wurde, so oft diese in das elterliche Haus kamen. Im Alter von 13 Jahren wurde er schon konfirmiert, nachdem er seit 23. November 1755 zur Unterweisung in den Konfirmandenunterricht gegangen war.

Anna Maria Steup wurde am 17. März 1747 zu Zinhain geboren, als Tochter des Johann Franz Steup und seiner Ehefrau Anna Elisabeth geb. Müller. Sie stirbt im Alter von nur 36 Jahren am 26. November 1784 zu Diez (Lahn) an der Wassersucht.

Durch Gelegenheit des Bruders Anton wurde sie in Diez bekannt und heiratete daselbst am 28. März 1776 den Bürger und Leinweber Johann Georg Zimmermann, geb. 11. August 1748 zu Diez, Sohn des Taglöhners Johann Jakob Zimmermann und der Anna Maria Töpfer zu Diez, der am 13. September 1825 in Diez starb.

Ihr Sohn Adam Zimmermann, geb. 19. Juli 1783 zu Diez, war Stadtgerichtsschreiber zu Diez und später Herzogl.-Nassauischer Steuerkommissär zu Wiesbaden, wo er am 1. August 1841 bei Gelegenheit der feierlichen Eröffnung der ersten Eisenbahn an einem Herzschlag starb. Er war seit 10. Juni 1810 zu Wiesbaden mit Cornelia Groschwitz, geb. 8. Oktober 1786 zu Wiesbaden verheiratet, die am 8. Januar 1868 zu Biebrich a. Rh. im 82. Lebensjahr starb.

Das fünfte Kind unter neun Kindern dieser Ehe war Wilhelmine Zimmermann, geb. 20. April 1820 zu Wiesbaden, die daselbst am 20. April 1897, ihrem 78. Geburtstag, starb, und seit 11. Oktober 1848 zu Wiesbaden mit Johannes Schäfer, geb. 15. Mai 1823 zu Diez, verheiratet war. Er war Bürgermeister von Diez und Eigentümer der Kalkwerke zu Hahnstätten und Limburg. Am 7. Januar 1902 starb er zu Wiesbaden, 78 Jahre alt. Er war der Sohn des Bürgers und Schuhmachermeisters Wilhelm Schäfer, geb. in Nauheim bei Limburg, wohnhaft in Diez, ev., und seiner Ehefrau Maria Elisabeth Zimmermann, einer Halbschwester des Steuerkommissärs Adam Zimmermann aus der am 10. November 1785 in Diez geschlossenen zweiten Ehe seines Vaters Johann Georg Zimmermann mit Maria Elisabeth Haymann (Heymann) aus Rabenscheid.

Das vierte unter neun Kindern der Ehe Schäfer/Zimmermann war Johanna Schäfer, geb. 3. März 1853 in Diez, gest. 15. Juni 1915 in Wiesbaden, verh. seit 14. Januar 1875 mit dem praktischen Arzt Dr. Albert Simon in Ludwigshafen am Rhein, der am 12. April 1847 in Eltville a. Rh. geboren wurde und am 10. Juli 1899 in Bad Nauheim starb. Ihre Tochter ist die Ehefrau des Majors a. D. Walther Kilian in Karlsruhe, Bahnhofsplatz 14, der seit 1. Oktober 1931 in Freiburg i. Br., Brombergstraße 45, wohnte.

Johann Henrich Steup wurde am 9.8.1773 als Sohn des Johannes Steup und seiner Ehefrau Anna Maria geb. Müller zu Zinhain geboren, war erst Schulmeister in Zinhain, dann Soldat unter den Contingents und schließlich Landmann, Krämer (Handelsmann) und Wirt in Langenbach.

Am 16.5.1791 bat er die Landesregierung um eine Beihilfe zu den Lehrkosten für den Lehrerberuf und zur Anschaffung nötiger Bücher. Er sei vaterlos und wolle bei dem Präceptor Steup zu Dillenburg in die Lehre gehen. Habe bereits drei Jahre im Kirchspiel Marienberg an Schulen gedienet und sich durch gehabten Unterricht bei dem Schuldiener Pfeiffer in Marienberg einige Schulkenntnisse erworden. Daraufhin wurde ihm unterm 28.5.1791 von dem Fürstl. Oberkonsistorium zu Dillenburg eine Beisteuer von 10 Gulden zu den erwähnten Kosten aus dem Fonds des deutschen Schulseminariums bewilligt.

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